Renaissance: Larpwerker Convention – Herausforderung

In knapp einer Woche steht die Larpwerker Convention an und damit meine erste Messe als Aussteller. Ich bin wirklich gespannt, ob euch meine Sachen gefallen und wie das so allgemein wird. Ich bitte schon jetzt um Verzeihung, dass ich vermutlich viel sitzen werde. Aber so langsam wird der Bauch schwer und unhandlich. Sind ja auch nur noch 6 Wochen bis zum Stichtag.

Larpwerker Convention Herausforderung

Im Rahmen der Convention gibt es auch eine Herausforderung. Und zwar konnten die Besucher bestimmen, an welchen Themen sich die Aussteller austoben können. Das Ergebnis war:

  1. Renaissance in Gold und Schwarz – Das Zeitalter der Intrige, Etikette und der höfischen Dekadenz
  2. Beutestücke der Wikinger und Tauschgüter der Kelten (Anmerkung: beide Themen wurden zusammengefasst)
  3. Der Kriegsgöttin zur Ehr – Liturgische Gegenstände, Gewandung, Dekoration oder Interieur für einen Schrein der Rondra (DSA) (Anmerkung: Mit freundlicher Genehmigung durch Ulisses)
Gut, 2 und 3 sind jetzt nicht so wirklich meine Themen aber das erste, das sprang mich an. Also musste es umgesetzt werden.
Hier also eine ausführliche Vorstellung des Ergebnisses:

Kleid der italienischen Renaissance in schwarz und gold

Inspiration für das Thema war relativ schnell gefunden. Tudors oder Borgias. Und auch die Stoffe standen nach einer kurzen Sichtung des Lagers fest. Es sollte Seidenbrokat, geprägter Samt und Seide werden. Leider reichte der geprägte Samt nicht für ein Tudor-Kleid. Positiv für euch: die Kleider der italienischen Renaissance lassen sich deutlich flexibler in der Größe gestalten. Also wurde es Italien.
Kleid der italienischen Renaissance in schwarz und gold

Kleid der italienischen Renaissance in schwarz und gold

Natürlich, wie das bei mir so ist, wenn ich einfach mal frei arbeite, hat das Kleid eine große Menge an Details. Da diese bei Facebook oder auch auf dem Übersichtsbild schnell untergehen, gibt es jetzt eine ausführliche Vorstellung.

Kleid und Chemise

Das Kleid selbst ist zweiteilig. es besteht aus einer Bluse (Chemise) und darüber dem eigentlichen Kleid. Die Ärmel lassen sich auch nach Laune abnehmen. Nur der Rock-Einsatz vorne ist dieses mal fest mit dem Kleid verbunden. Trotzdem ist es sehr variabel einsetzbar. Außerdem ist es über die Seitenschnürung sehr flexibel in der Größe. In der Oberweite sollte es für M und L passen, ab Unterbrust dann auch bis XL.

Die Chemise ist klassisch geschnitten mit einem Zugband am Ausschnitt. Damit kannst du selbst bestimmen, wie weit sie ist. Als Stoff habe ich hier eine weiche, sehr schöne Spitze in schwarz mit eingewebtem Goldfaden (96% Polyester, 2% Elasthan, 2% Lurex) verwendet. Der Ausschnitt ist zusätzlich mit schwarzer Spitze verziert, die Ärmel mit goldener Filigranspitze.

Das Kleid ist u.a. aus geprägtem Samt, den ich seit ca. 5 Jahren gehortet habe. Also einer dieser Stoffe, die einfach auf das perfekte Projekt warten mussten. Der Samt dürfte aus Viskose sein, genau weiß ich es aber leider nicht mehr. Kombiniert habe ich den Samt mit einer schwarzen Seide (Seidentaft) und einem Seidenbrokat in gold und creme (reine Seide). Das Oberteil und die Ärmelteile sind noch mit schwarzem Leinen gefüttert.
Natürlich ist auch das Kleid reichlich verziert. Hier kamen ebenfalls die goldene und schwarze Spitze zum Einsatz. Außerdem noch schwarzes Samtband und goldene Posamentborte. Und weil das alles noch nicht so richtig dekadent aussah, mussten noch Perlen her. Insgesamt sind es ca. 400 kleine Perlen in schwarz und gold und etwa 110 cremeweiße Perlen. Alle von Hand aufgestickt versteht sich.


Wie teuer das Kleid wird, muss ich noch schauen. Auf jeden Fall gibt es das Kleid erstmal nur exklusiv auf der Larpwerker Convention zu kaufen. Sollte es dort niemanden finden, wird es im Shop eingestellt. Oder verliehen für Foto-Shootings.

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