Gewandfantasien |
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HistorischRobe a la francaise
Eine Robe a la francaise mit den charakteristischen Watteau-Falten im Rücken. Der Schnitt der gezeigten Robe basiert auf einem erhaltenen Stück von ca. 1780. Es besteht aus Manteau, Stecker und Jupe und wird über einem Unterrock, Anstandsrock, Pocket Hoops, Chemise und Schnürbrust getragen. Die gezeigte Robe ist eines meiner eigenen Kleider und daher werde ich sie natürlich nicht in exakt dieser Form noch einmal herstellen, sie dient hier lediglich als Beispiel für die Form eines derartigen Kleides. Eine typische Roba a la francaise besteht aus dem Manteau
mit Watteaufalten, einem sichtbaren Unterrock, der Jupe, und einem Stecker,
der vorne auf die Schnürbrust gesteckt wird und an dem der Manteau
dann wiederrum festgesteckt wird. Unter eine derartige Robe gehört
in jedem Fall eine Schnürbrust für die passende Figur sowie
ein Panier oder Pocket Hoops und mindestens ein Unterrock und natürlich
die Chemise, also das Unterhemd. Auch ein Anstandsrock ist sinnvoll, also
ein schmaler, nicht zu langer Unterrock. Die genannten Preise sind wirklich nur als Startpreise zu
verstehen für jeweils unverzierte Roben aus einem unifarbenen Stoff
und ohne jeden Unterbau. Sobald man verschiedene Farben, Stoffe, Dekorationen
etc. möchte, gehen die Preise entsprechend nach oben. Und selbst
in einem schlichten Kleid stecken ganz schnell mal 10m Stoff. Geeignet
für eine Francaise sind Baumwolle, nicht zu leichte Satinstoffe und
Viscosestoffe, Taft und Seiden. Baumwollsamt fällt nicht besonders
schön und ist noch dazu viel zu schwer. Bei Brokaten etc. sollte
man sehr vorsichtig sein mit dem Muster, daher führe ich diese hier
nicht preislich auf. Preise:Baumwolle, Baumwollsatin, Viscose: ab 300€Leinen, Taft, leichte Wolle: ab 380€ Dupionseide: ab 450€ Seidentaft: ab 550€ Ich kann diese Art Kleid auch in einer historisch nicht korrekten Form z.B. für die Bühne anfertigen, bei der dann lediglich Unterrock und Oberteil anzuziehen sind und ein schnell schließbarer Verschluß z.B. mit Haken im Rücken in den Falten versteckt wird. Die Preise ändern sich dafür allerdings nicht, da der Stoffverbrauch ähnlich bleibt und sich lediglich einige Arbeitsschritte ändern.
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