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How To: Bessere Daten mit Google Analytics

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Artikelreihe: Datenanalyse mit Google Analytics verbessern

Wenn ihr bloggt oder sogar eure eigene Website mit Shop habt, sind verlässliche Statistiken ein muss. Also mindestens wie viele Besucher habt ihr, was wird geklickt und wie viele Leute hauen einfach direkt wieder ab (die Bounce-Rate). An diese Daten kommt man z.B. mit Google Analytics, sogar kostenlos. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr bereits mit Google Analytics arbeitet, sonst würdet ihr diesen Beitrag eher nicht lesen. Wenn nicht, das Anlegen einer ID und alles weitere sind recht einfach. Das Einbinden bei WordPress etc. funktioniert dann problemlos mittels Plugin, da braucht ihr also keine Programmierkenntnisse.

google-analytics-basiseinstellungen
Bessere Daten mit Google Analytics. Teil 1: einfache Einstellungen

Warum Daten verbessern?

Google Analytics zeichnet erst einmal Daten auf. Dabei ist es aber völlig egal, ob es deine eigenen Besuche auf deiner Website sind oder die von potentiellen Kunden. Oder vielleicht nur eine Website, die SPAM verursacht. Oder ein Bot. Oder sonst irgendwer. Haben möchte man aber natürlich nur die echten Menschen. Denn die kaufen am Ende hoffentlich etwas 🙂
Mit ein paar einfachen Einstellungen kannst du zumindest deine eigenen Besuche und auch die bekannten Bots etc. schon einmal filtern.

Ein wichtiger Punkt noch: Du kannst Daten nicht nachträglich filtern! Egal was du machst, es hat nur Auswirkungen für die Zukunft.

3 einfache Einstellungen

1. Leg eine Datenkopie an

Bevor du an den Einstellungen von Google Analytics irgendetwas machst, solltest du zur Kontrolle eine Kopie deiner gesammelten Daten anlegen. Nur für den Fall, dass du doch etwas übersehen hast. Und natürlich, um den Erfolg deiner Einstellungen zu kontrollieren.

 

Datenansicht kopieren in Google Analytics
Datenansicht kopieren in Google Analytics

Geh auf deine Google-Analytics Übersicht und dort in den Bereich Verwalten. Wähle das passende Konto, die passende Property und die Datenansicht aus, von der du eine Kopie erstellen willst. (vermutlich hast du bisher nur „alle Website-Daten“).

Klicke auf „Einstellungen der Datenansicht“ und dann oben rechts auf „Datenansicht kopieren“.

In der nächsten Maske gibst du der Ansicht dann einen Namen. Also entweder „Rohdaten“, wenn es in Zukunft die ungefiltere Ansicht wird oder „gefilterte Daten“ oder was auch immer für dich eine klare Bezeichnung ist.

Ob du alle weiteren Einstellungen an der neu angelegten Datenansicht machst oder an der alten, ist dann letzten Endes Geschmackssache.

2. Filtere alle bekannten Bots

Google kennt eine große Anzahl von Bots etc. bereits. Diese filtert Google Analytics aber nicht automatisch. Abhilfe schafft ein Haken an der richtigen Stelle:

Bots filtern in Google Analytics
Bots filtern in Google Analytics

Die Einstellung solltest du an den Daten machen, die du filtern willst.

In der passenden Datenansicht gehst du auf „Einstellungen der Datenansicht“.

Scrolle ein bißchen nach unten und setze einen Haken bei „Bots herausfiltern“. Speichern und fertig.

3. Zähle deine eigenen Aufrufe nicht mit

Die eigenen Aufrufe sind natürlich ein Punkt, der die Statistik verfälscht. Um sie auszuschließen, gibt es drei Varianten.

a) Ausschluss per Browser-Plugin

Es gibt für jeden Browser ein Plugin, mit dem man Google Analytics ausschließen kann. Haken an der Sache: Das gilt nicht nur für die eigene Website. Mit diesem Plugin bist du überall sozusagen unsichtbar für Google Analytics.

b) Ausschluss per IP

Diese Variante ist für alle mit fester IP geeignet, also z.B. Firmen. Die meisten von uns haben aber eine wechselnde IP, darum lohnt sich das einrichten eines solchen Filters nicht. Wenn du eine feste IP-Adresse hast, findest du eine gute Anleitung zum Anlegen des IP-Filters bei mindshape.de

c) Ausschluss per Cookie

Wenn du von unterschiedlichen Geräten und auch mit unterschiedlichen Browsern auf deine Website zugreifst, lohnt sich der Einsatz eines Cookies. Damit wird dann die Information hinterlegt, dass diese Aufrufe nicht gezählt werden sollen. Im besten Fall (und rechtskonform!) bietest du deinen Besuchern in deiner Datenschutzerklärung die Möglichkeit, das Tracking durch Google Analytics zu verhindern. Bei WordPress geht das prima mit dem „Plugin Google Analytics Opt-Out„. Diese Einstellung musst du einfach nur für dich selbst aktivieren.

Wenn du nicht aus Deutschland kommst, ist die Opt-Out-Möglichkeit in der Datenschutzerklärung für dich eventuell nicht verpflichtend. In diesem Fall kannst du einfach eine Seite anlegen, auf der dieser entsprechende Cookie gesetzt wird – und diese dann natürlich auch benutzen für dich. Für WordPress-Nutzer ist das wie gesagt mit dem Plugin oben ganz einfach. Bei Joomla musste ich ein bißchen tricksen, mit der unten genannten Anleitung von Rechtsanwalt Schwenke ging das aber auch gut.

Bitte denke daran, dass dieses Cookie immer nur für den Computer und den Browser gilt, mit dem es gesetzt wurde. Wenn du also von einem anderen Computer aus unterwegs bist oder mit einem anderen Browser, musst du es neu setzen.

Weiterführende Links:

 

2 Gedanken zu „How To: Bessere Daten mit Google Analytics

  1. Herzlichen Dank meine Liebe für diesen ersten Teil- habe ich alles auch gleich umsetzen können 🙂

    Eines würde ich mir aber wünschen: wenn du weiterführende Links in deinen Beiträgen einfügst, dann lass die doch bitte in einem neuen Fenster öffnen, dann kann man immer gleich ganz schnell zu deinem Beitrag zurückkehren…

    Liebe Grüße
    Pepe

    1. Sehr schön, danke für die Rückmeldung! Der versprochene etwas interessantere Teil kommt dann die Tage 🙂

      Die Links hätten eigentlich alle im neuen Tab oder Fenster aufgehen sollen. Keine Ahnung, warum das plötzlich nicht mehr drin war. Aber danke für den Hinweis, ich habe es mal fix ergänzt 🙂

      Liebe Grüße
      Andrea

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