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6 Dinge an Facebook, die echt nerven

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6 Dinge an Facebook, die echt nerven.

Blogparaden sind nett, ich mache nur selten mit. Aber wenn schon jemand wie Björn Tantau zu einer Blogparade aufruft und dann auch noch dazu, sich mal Luft zu machen. Tja, dann geht es ja quasi nicht anders. Vor allem, wenn es um Facebook geht. Wo ich ja doch einen guten Teil meiner Zeit verbringe. Natürlich rein beruflich…. (ja, ne, ist klar….) Ohne weitere große Vorrede einfach mal direkt zu den Dingen, die mich an Facebook echt nerven.

6 Dinge an Facebook, die (mich) echt nerven

1) Comment-baiting

„Heute ist echt nicht mein Tag“

„Boah, ich könnte den ja jetzt ….“

„Na toll, das gerade war echt besch***“

Von mir heiß geliebt. Oder halt auch nicht. Statusmeldungen, die um Nachfragen betteln. Weil man ja eigentlich wissen will, wen und warum und so. Meistens verkneife ich mir dann aber doch die Nachfrage. Weil es für mich zu sehr nach Aufmerksamkeit heischen aussieht. Klar, es gibt Momente, in denen man sich Luft machen möchte und aus Gründen nicht schreiben kann, wer warum und wo. Aber dann lasse ich das weg von Facebook und rufe wen an. Oder schreibe jemanden direkt an.

2) „Was dann passierte, war einfach UNGLAUBLICH“

Ein guter Weg, auf meiner persönlichen Liste von gesperrten Seiten/Personen zu landen. Funktioniert einwandfrei. Meistens ist die Geschichte dahinter eh gähnend langweilig. Und mit einer sensationsgeilen Headline wird mir dann meine Lesezeit geklaut. Die ersten 5-10mal war das ja noch lustig, inzwischen komme ich zumindest mir aber nur noch verar*** vor. Muss doch nicht sein, oder?

(ok, ich gebe es zu. Wenn es mit Katzen zu tun hat oder anderen flauschigen Tierchen und echt niedlich sein soll, klicke ich drauf. Mea culpa… Ich werde in dieser Liste auch keine Katzenbilder aufnehmen. Oder sonstige flauschige Tierchen.)

3) Hit and run-Tatik

Diese Taktik gibt es an verschiedenen Stellen, sie sieht aber eigentlich immer gleich aus. In einer Gruppe oder noch unschöner auf einer Seite wird einfach nur mal schnell der eigene Link hingeklatscht und das wars. Vorzugsweise natürlich eine Produktwerbung. Und noch lieber dann, wenn es in Gruppen explizit nicht erwünscht ist.

Ist es denn wirklich so schwer, eine Gruppenregel zu lesen und diese zu befolgen? Aber ok, der Link wurde dann gesehen und hey, wenn man im Anschluss direkt wieder aus der Gruppe fliegt, macht das ja wohl nichts. Und wenn man einfach nervt, bleibt man ja auch im Gedächtnis. Ich habe keine Ahnung, wie die Gedankengänge da sind. Oder ob gedacht wird.

Eine Unterform davon ist das wiederholte „vergessen“, dass in einer Gruppe bestimmte Regeln gelten. Kann doch auch nicht so schwer sein, oder? Inbesondere dann nicht, wenn man schon xmal dran erinnert wurde.

4) Ich habe deine Seite geliked, like jetzt meine!

Ne. Mache ich nicht. Wenn du Glück hast, gehe ich mir die Seite anschauen. Wenn du nett fragst. Aber Daumen gegen Daumen? Und dann am besten noch so, dass ein paar Tage später das like dann wieder weg ist? Sorry, dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Ich investiere Zeit und Geld (ja, Geld. Ich schalte Anzeigen….) für meine Reichweite. Damit meine Seite von Leuten gesehen und geliked wird, die wirklich Interesse haben. Und die sich dann hoffentlich auch beteiligen.

Im Gegenzug kannst du davon ausgehen, dass mein Like auf deiner Seite dann auch wirklich ehrlich gemeint ist.

5) erst teilen, dann (nicht) denken

Unter diese Abteilung fallen eine ganze Reihe von Dingen, die immer wieder die Runde machen.

Sehr beliebt ist der Widerspruch gegen irgendwas, das Facebook angeblich geändert hat, per Statusmitteilung oder Bild. Total sinnvoll. Es sitzen bestimmt viele, viele kleine Facebook-Mitarbeiter tagaus-tagein vor einem Bildschirm und forsten jedes Userprofil und jede Timeline danach durch, ob da ein Bildchen zu irgendetwas einen Widerspruch bieten sollte.

Das gleiche gilt für irgendwelche lustigen Amazon-Gutscheine, Iphones, I-Pads etc. Nein. Die werden gewöhnlich nicht einfach so verlost. Und erst recht nicht von reichlich obskuren Seiten.

Besonders unschön sind aber immer wieder die Hetz-Varianten. Dort wird dann ein angeblicher Schläger/Kinderschänder/Tierquäler mit einem besonders unschönen Bild zusammen angeprangert. So grausam viele Fälle es gibt, bei diesen Zusammenstellungen ist es leider meistens nicht wahr. Es geht nur darum, über das grausame Bild und den entsprechenden Text große Reichweiten zu erzielen. Funktioniert ja. Stumpft nur leider für alles andere ab.

6) Wieso selbst suchen, ich kann doch fragen

Dieses Phänomen ist nicht nur auf Facebook zu finden sondern gerne auch in Foren. Und auch dies gibt es in verschiedenen Ausprägungen.

Die erste Variante ist, dass der Fragesteller selbst eine Frage stellt. Meistens in einer Gruppe, manchmal sogar thematisch passend. Dann kommen auch brav die hilfreichen Antworten, egal, wie (tschuldigung) dämlich die Frage ist und wie oft sie schon beantwortet wurde. Oder wie schnell die Antwort per Googlesuche zu finden wäre.

Die zweite Variante: Ein Beitrag wird in einer Gruppe erstellt. Und dann sozusagen gekidnappt. Indem sich jemand an diesen Beitrag dran hängt und ihn ganz speziell auf sein ganz persönliches Problem ummünzt. Gerne dann auch in Verbindung mit der Grundhaltung des „lehr mich schwimmen aber mach mich nicht nass“.

Das Gegenstück sind übrigens Leute, die so ganz ungefragt dann ihren Senf überall dazu geben müssen. Gerne genommen in Form von besserwisserischem Auseinanderpflücken von Dingen, zu denen eigentlich kein Diskussionsbedarf besteht. Oder anfangen, über Preise zu diskutieren bei Flohmarktbeiträgen. Natürlich ohne Kaufinteresse, einfach nur aus Prinzip.

Außer Konkurrenz: Meckern über Facebook

Alle meckern drüber, keiner geht wirklich. Sorry, es nervt. Wenn es so furchtbar ist, dann lasst es. Oder blendet die Dinge aus, die euch nerven. Das geht.

Wenn es aber ein Problem mit den Facebook-AGB ist, dann hilft einfach nur zu gehen. Und keine Bildchen oder meckern in der Timeline (s.o.)

Und nochmal ausgeführt, weil zu Recht bemerkt wurde, dass das hier echt schizophren klingt:
Mich nevt das meckern über mangelnde kostenlose Reichweite bei Facebook. Oder darüber, dass Facebook entsprechend seiner AGB auch durchsetzt, dass man sich mit Klarnamen anmeldet. Der Rest ist Userverhalten, das ich mit einem entsprechenden Drücken auf „ausblenden“ ja auch selbst regele. Ich wünschte nur, dass ich es nicht tun müsste.

 

 

Zum Abschluss: Björn Tantau wollte noch wissen, ob ich über diese Punkte mit anderen rede. Oder sagen wir, ob ich darüber lästere. Ja, tue ich. Mit Gleichgesinnten entweder in einer Facebook-Gruppe (wo sonst?) oder aber bei einem persönlichen Treffen. Mein bevorzugtes Vorgehen ist aber, Inhalte oder notfalls auch Personen auszublenden, die mich nerven. Funktioniert meistens ganz gut.

Wie sieht es bei dir aus? Was nervt dich an Facebook?

2 Gedanken zu „6 Dinge an Facebook, die echt nerven

    1. Dachte ich mir, dass du es ähnlich siehst 🙂
      Und ja, ich freue mich auch schon aufs nächste Treffen. Aber nicht nur zum Lästern 😉
      Liebe Grüße
      Andrea

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